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Schutzimpfungen

Liebe/r Hundehalter/in,

 

Einleitung

mit Ihrem vierbeinigen Lebensgefährten haben Sie einen treuen Freund gewonnen, der lange Zeit gemeinsam mit Ihnen durchs Leben gehen soll. Mit dieser Freundschaft verbindet sich aber auch Verantwortung. Denn Sie sind die Person, die sich um Fütterung, das Wohlergehen und damit auch um die Gesundheit Ihres Hundes kümmert. Zur Gesundheit Ihres Hundes gehört auch seine jährliche Impfung.

Bei dieser Impfung wird er gegen bestimmte Erkrankungen, auf die wir im weiteren eingehen werden, geschützt, Erkrankungen, die für den Hund gefährlich werden können und gegen die man Impfstoffe entwickelt hat. Oftmals befinden sich in nur einer Spritze Impfstoffe gegen fünf bis sechs Erreger, gegen die das Tier gleichzeitig geschützt wird.

Gegen welche Erkrankungen das Tier wann geimpft werden sollte, müssen Sie mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt besprechen, Hierbei kommt es auf das Alter Ihres Hundes und seine Lebensgewohnheiten an, insbesondere darauf, ob und wie viele Kontakte zu Artgenossen und anderen Tieren bestehen.

Lassen Sie uns nun zu den Erkrankungen kommen, gegen die in der Regel geimpft wird.

 

 

Staupe (S)

Die Staupe ist eine hochansteckende Virusinfektion, an der nicht nur Hunde, sondern auch marderartige Tiere (z. B. Marder, Frettchen, Nerze) erkranken können. Das Staupevirus ist eng verwandt mit unserem Masernvirus. Auch das Virus, das das Seehundsterben verursachte, ist ihm sehr ähnlich.

Die Staupe ist nach wie vor von hochaktuellem Interesse. Aber wie sieht diese Erkrankung aus? Infizierte Tiere scheiden Viren mit allen Körperflüssigkeiten aus und stecken hiermit andere Hunde an. Innerhalb einer Woche nach der Ansteckung bekommen die Hunde Fieber, bevor die eigentliche Krankheit ausbricht.

Diese kann sich durch drei sehr unterschiedliche Symptome äußern, die einzeln, aber auch in Kombination auftreten können:

  1. Nervenform:
    Diese kann z. B. Lähmungen, Bewegungsstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder auch Verhaltensänderungen zur Folge haben.

  2. Darmform:
    Diese äußert sich mit mehr oder weniger heftigem Durchfall

  3. Lungenform:
    Diese kann sich durch einfachen Husten bis hin zu einer Lungenentzündung darstellen.

Die Stärke der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und kann bleibende Schäden hinterlassen (an den Zähnen, den Fußballen u. a.) oder gar tödlich enden.

Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.

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Hepatitis contagiosa canis (H)

Die Hepatitis contagiosa canis ist eine durch Viren hervorgerufene, ansteckende Leberentzündung, die besonders Hunde, u. a. aber auch Füchse befallen kann. Beim Fuchs äußert sich die Erkrankung jedoch in einer Gehirnentzündung. Hunde infizieren sich meist durch den Kontakt mit anderen Hunden oder an deren Körperausscheidungen (Urin, Kot, Speichel).

Einige Tage nach der Ansteckung zeigt sich Müdigkeit, vermehrter Durst und Appetitverlust. In Folge treten Bauchschmerzen auf, die durch einen aufgekrümmten Rücken oder durch eine besonders starke Berührungsempfindlichkeit hinter dem Rippenbogen deutlich werden können. Auch Erbrechen, Durchfall und sogar Bindehautentzündungen sind häufige Symptome. Seltener kommen Krämpfe vor.

Vor allem bei Welpen verläuft die Erkrankung oft tödlich. Je älter die Tiere werden, desto milder kann die Erkrankung verlaufen.

Eine Folgeerscheinung der Erkrankung kann das sogenannte »blue eye« (=blaues Auge) sein, eine Hornhauttrübung, durch die das Auge undurchsichtig wird und wie ein Glasauge erscheint.

Eine Impfung sollte alle 1-2 Jahre erfolgen.

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Parvovirose (P)

Die Parvovirose, auch Katzenseuche genannt, ist eine ebenfalls sehr ernstzunehmende Virus-Erkrankung. Einmal in den Körper gelangt, befallen die Parvoviren vor allem Dünndarmzellen. Befallene Zellen werden zerstört. Die schlimme Folge ist ein sehr starker, oft blutiger Durchfall, häufig in Kombination mit Erbrechen.

Bei jungen Welpen in den ersten zwei Lebenswochen hingegen werden eher die Herzzellen angegriffen, weshalb hier hauptsächlich Herzfehler im Vordergrund stehen. Die Erkrankung geht in beiden Fällen häufig tödlich aus.

Ein großes Problem der Parvovirose stellt die monate- bis jahrelange Überlebensfähigkeit der Viren in der Umgebung dar. Die meisten Desinfektionsmittel, Hitze- und Kältebehandlungen sind wirkungslos, so daß die Krankheitserreger mit besonderen Maßnahmen bekämpft werden müssen.
Eine Ansteckung kann aufgrund der starken Widerstandsfähigkeit direkt über Artgenossen erfolgen, aber auch einfach durch eine infizierte Umgebung. Katzen haben im Prinzip die gleiche Erkrankung (Panleulkopenie oder Katzenseuche). Die entsprechenden Katzenviren sind für Hunde jedoch nicht gefährlich.

Eine Impfung der Hunde sollte jährlich erfolgen.

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Parainfluenza (Pi)

Die Parainfluenza wird durch gleichlautende Viren verursacht. Wie der Name vermuten läßt, löst das Virus eine Influenza-ähnliche Erkrankung aus. Sie setzt sich in den Luftwegen der Hunde fest und führt meist zu einem trockenen, heftigen Husten, der manchmal bellend klingt. Dieser gehört in den großen Komplex des Zwingerhustens. Der Zwingerhusten ist eine Erkrankung, die durch unterschiedlichste Viren oder Bakterien, meist mehrere gemeinsam, ausgelöst werden kann.

Der Zwingerhusten tritt meist auf, wenn viele Hunde auf engem Raum Kontakt haben (Hundeplatz, Agility, Hundepension, und eine Mischung der unterschiedlichsten Keime aller Hunde stattfindet. Parainfluenzaviren spielen im Zwingerhustenkomplex eine Hauptrolle.

Die Parainfluenza-Impfung ist vor allem bei Hunden sinnvoll, die häufige Kontakt zu Artgenossen haben.

Die Impfung sollte jährlich erfolgen.

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Leptospirose (L)

Die Leptospirose ist eine Erkrankung, die durch Bakterien hervorgerufen wird, die Leptospiren heißen.

Die Ansteckung kann durch den Urin infizierter Hunde erfolgen, aber auch über Ratten an Tümpeln, Seen und feuchten Böden.

Die Leptospirose kann Nieren- oder/und Leberschäden hervorrufen, gelegentlich aber auch symptomlos verlaufen. Infizierte Tiere können monate- bis jahrelang hin und wieder Leptospiren über den Urin ausscheiden.

Diese Bakterien können auch andere Tiere sowie den Menschen befallen (!). Der Hund jedoch ist besonders anfällig für diese Erkrankung. Daher ist seine Impfung gegen Leptospirose besonders wichtig.

Die Impfung muß jährlich wiederholt werden.

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Tollwut (T)

Die Tollwut ist sicherlich die bekannteste und gefürchteste unter den beschriebenen Erkrankungen. Alle Säugetiere und Vögel, auch der Mensch, sind gefährdet.´

Die Tollwut äußert sich vor allem in einer Gehirnentzündung. Eine Übertragung erfolgt meist mit dem Speichel durch den Biß. Von der Bißstelle aus wandern die Viren an den Nerven entlang Richtung Rückenmark und anschließend zum Gehirn, von dort aus zu den Speicheldrüsen, von denen aus das Unheil wiederum seinen Lauf nimmt ...

Während der Erkrankung durchlaufen die Tiere drei mehr oder weniger ausgeprägte Stadien, die von Wesensveränderungen (z. B. werden wilde Tiere zahm) über Aggressivität hin zur Depression mit Lähmungserscheinungen verschiedenster Muskeln gehen.

Die Erkrankung endet meist mit dem Tod (z. B. bei Füchsen). Es kommen jedoch auch atypische mildere Erkrankungsformen vor.

Sind die Tiere erst einmal erkrankt, ist deren Behandlung gesetzlich verboten, Sogar nur bei Verdacht auf Tollwut sind die Tiere zu töten. Es sei denn, man kann eine gültige Schutzimpfung nachweisen. Diese darf nicht länger als 12 Monate zurückliegen (lt. Tollwut-Verordnung).

Die meisten Tierärzte empfehlen mittlerweile die Impfung alle 3 Jahre, bzw. nach Hersteller-Empfehlung wiederholen zu lassen.

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Ab wann muß geimpft werden?

Im Prinzip können Welpen ab der 6. Lebenswoche geimpft werden. Abhängig von den Lebensverhältnissen des Tieres sollten Sie mit ihrem Tierarzt das beste Impfschema für Ihr Tier besprechen. Um einen ausreichenden Impfschutz zu erhalten, sollten Welpen 2-3 mal im Abstand von 3-4 Wochen geimpft werden. Nach dieser Grundimmunisierung sollten die Tiere alle 12 Monate einmal eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Impfzeitpunkt: 8.-11.
Woche
12.-15.
Woche
16.-18.
Woche
20.
Woche
Alle
Jahre
Alle
2 Jahre
Alle
3 Jahre
Staupe

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Hepatitis

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Leptospirose

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Zwingerhusten

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Parvovirose  

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Tollwut      

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Was muß noch beachtet werden?

Die Tiere sollten zum Impfzeitpunkt gesund und frei vom Parasiten sein, um letzteres zu gewährleisten sollte ein bis zwei Wochen vor der Impfung eine Entwurmung durchgeführt werden.

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